STÄDTE UND ORTSCHAFTEN IN ISTRIENPula und die ArenaAuch wenn nicht offiziell, so hat Pula doch schon immer die Rolle der Hauptstadt der westlichsten kroatischen Region, deren wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum, das im Süden dieser Region liegt. Pula hat seine Anfänge in der Römerzeit, präziser in der Mitte des 1. Jahrhunderts vor Christus. „Pietas lulia“, wie die römische Kolonie zu Beginn hieß, erlebte ihre Blütezeit während der Herrschaft von „Septimus Severus“ am Ende des II. und am Anfang des III. Jahrhundert nach Christus. ![]() Die größte und bedeutendste kulturhistorische Attraktion in Pula ist das international anerkannte „Amphitheater“, die populäre „Arena“. Die Puler „Arena“ ist das größte und am besten bewahrte Denkmal antiker Baukunst in Kroatien, das Mitte des I. Jahrhunderts vor Christus errichtet wurde. Feste antike Fundamente, auf denen das heutige Pula gebaut ist, sind fast auf jedem Schritt und Tritt zu sehen, und am meisten direkt im Stadtzentrum. Hier befinden sich auf dem kleinen Raum des Stadtforums aneinander angereiht der „Augustus Tempel“, Rückstände des „Diana Tempels“ sowie der „kommunale Palast“, der die ganze architektonische Geschichte von Pula, von der Antike, Romanik, Gotik, Renaissance, bis hin zum Barock vereint. In der näheren Stadtumgebung befinden sich auch Ruinen der römischen Mauer und das „Herculus Tor“, die mittelalterliche Festung „Kaštel“, ein römisches Theater, wertvolle sakrale Objekte sowie der zentrale Stadtplatz „Portarata“ mit dem Triumphbogen, dem einstigen Stadttor. Nationalpark BrijuniAuch wenn sich Istrien wie auch die ganze kroatische Küste mit einer wirklich unalltäglichen Anzahl von kleinen Inselgruppen, großen Inseln, mittelgroßen und kleinen Inseln rühmen kann, sind nur einige von ihnen mit der Zeit zu erkennbaren Brands geworden, sei es wegen der historischen oder ästhetischen Bedeutung. ![]() Dies ist der Fall mit Brijuni, der weltweit bekannten Inselgruppe im Südwesten der istrischen Küste. 1983 wurde diese Inselgruppe zum Nationalpark erklärt. Die Brijuni bestehen aus 14 größeren und kleineren Inseln. Die zwei größten und inhaltsreichsten sind „Veliki und Mali Brijun“, auf denen Sie wirklich was sehen können. Dort gibt es einen Zoo und Safaripark mit Tieren aus der ganzen Welt, faszinierende Landschaft und Parks, der Höhepunkt autochthoner mediterraner Vegetation. Von archäologischen Fundstätten befinden sich hier auf dem Hügel Gradina die urgeschichtliche Siedlung, Spuren des Menschen aus der Jungsteinzeit, außerdem Reste einer römischen Sommerresidenz in der Bucht Veriga, das spätantike, byzantinische „Kastrum“, die byzantinische Basilika der hl. Maria und zahlreiche andere Fundstätten. Brijuni sind heute nicht nur eine unausweichliche touristische Attraktion, sondern auch ein natürliches Polygon für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Pazin![]() Die Stadt Pazin, die sich im zentralen Teil Istriens befindet und ein weiteres administratives Zentrum darstellt, befindet sich im gleichnamigen Talkessel und ist von allen Seiten von natürlichen Anhöhen umgeben. Der Prozess seines demografischen Wachstums ist eng mit der mittelalterlichen Festung „Kaštel“ verbunden, die ungefähr im Jahre 983 zum ersten Mal erwähnt wird. Trotz geschichtlicher Missglücke ist das Objekt bis heute ziemlich gut bewahrt geblieben und stellt eine wahre kulturhistorische Attraktion, das Zuhause zahlreicher kultureller Veranstaltungen dar. Das „Kaštel“ stellte den Mittelpunkt der Siedlung dar, die mit der Zeit immer mehr wuchs. Die Stadt zählt heute ca. 5000 Einwohner, und neben den restlichen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten wie die Kirche des hl. Nikola und das Franziskanerkloster, hat sie auch eine besondere Naturattraktion, die Pazin?ica Schlucht am gleichnamigen Fluss und die berühmte Grotte „Pazinska jama“. Außer dass die ein wahres Schmuckstück für Höhlenliebhaber ist wird die Grotte auch mit Literatur in Verbindung gebracht. Inspiriert vom Zauber der Grotte und des „Kaštel“ selbst, das sich daneben befindet, schrieb Jules Verne im Jahre 1885 die Novelle „Mathias Sandorf“. Pore? und „Euphrasius Basilika“![]() An der Mündung des Flusses Mirna im Norden und des „Limfjordes“ im Süden befindet sich an der westlichen istrischen Küste der Ort Pore?, der heute als einer der stärksten touristischen Zentren in Kroatien gilt. Wie auch Pula wurde Pore? eigentlich auf festen antiken Fundamenten errichtet. „Colonia Julia Parentiumo“ war zuerst ein römisches Verteidigungslager, worüber heute die Reste des Forums und der Tempel zeugen. Jedoch datiert die bedeutendste Pore?er Sehenswürdigkeit ins frühe Byzantinische Reich zurück. Die dreischiffige „Euphrasius Basilika“ ist das schönste aufbewahrte Denkmal dieser Epoche in Kroatien mit Resten altchristlicher Bodenmosaike, die vom II. bis VI. Jahrhundert entstanden sind. Umag![]() Ein weiteres großes touristisches Zentrum der Nordwestküste Istriens. Die heutige Altstadt in der Form einer Halbinsel war wie Rovinj einst eine kleine Insel. Schon am Eingang in den Altstadtkern hebt sich die Kirche des hl. Rochus aus dem Jahre 1507 mit üppig bemalter Holzdecke aus dem 18. Jahrhundert hervor. MotovunDie bekannteste von den zahlreichen echten Juwelen des Binnenlandes Istriens ist Motovun. Die winzige Stadt ist ein Denkmal oder besser gesagt eine mittelalterliche Festung, die einer Legende nach auf einem 277 Meter hohen Hügel „von Riesen erbaut wurde“. Sein heutiges Aussehen bekam Motovun im 12. und 13. Jahrhundert. ![]() Erkennbar ist der Ort an seiner klassischen mittelalterlichen Aufteilung der Straßen und am großen Bauerbe, wie beispielsweise das Stadttor mit Turm, die Stadtloggia, Pfarrkirche des hl. Stefan sowie der Stadtpalast aus der Renaissance auf dem Hauptplatz des Ortes, in dem sich heute das Hotel „Kaštel“ befindet. Von Motovun aus bietet sich ein märchenhafter, fast unwirklicher Ausblick auf das Flusstal des Flusses Mirna. Und die bekannten umliegenden Landschaften mit Weinbergen werden niemanden gleichgültig lassen. Der berühmte kilometerlange Wald von Motovun, der sich entlang des Tales des Flusses Mirna erstreckt, ist eines der wenigen natürlichen internationalen Fundorte von unterirdischen Pilzen, dem „Trüffel“. Dies ist eine äußerst geschätzte und teure gastronomische Köstlichkeit mit starkem, intensiven Duft und Geschmack. Bei der Suche nach ihnen werden speziell dressierte Hunde eingesetzt. Die Motovuner Gegend ist auch für seine lange Tradition der Zucht und Herstellung von erstklassigen istrischen Weinsorten bekannt, des Rotweins „Teran“ und des Weißweins „Malvasier“. Grožnjan![]() Der kleine Ort ist ca. 15 km vom Meer entfernt und liegt auf einem Hügel 288 Meter über dem Meeresspiegel. Genauso wie Motovun und überhaupt nicht weniger schön hat sich auch dieses komplett mittelalterliche Städtchen in den letzten 15 Jahren zu einem Zentrum entwickelt, in der Kultur auf jedem Schritt und Tritt gelebt wird. Das traditionelle „Jazz“ Festival mit renommierten, modernen Interpreten, einige musikalische und Kunstgalerien mit internationalem Vorzeichen und Betonung auf Schaffung eines Gesichtes des Ortes und einer Anzahl von anderen kulturellen Veranstaltungen vom frühen Frühling bis spät in den Herbst, machen diesen besonderen Ort noch besonderer. Aber auch diejenigen, die gerne autochthone gastro-önologische Erlebnisse erleben wollen, kommen in Grožnjan nicht zu kurz. Neben zehn Kunstgalerien stoßen Sie hier auch auf modern eingerichtete Stuben, wo Sie von erstklassigen, autochthonen Olivenölsorten und Weinsorten sowie vom unausweichlichen „Trüffel“ kosten können. Guten Appetit! Buje![]() In den Rang hoch positionierter Städte mit Festungsmauern gehört auch der Ort Buje, der in einer hügeligen Gegend im Hinterland der Halbinsel liegt. Da die slowenische Grenze sehr nah ist und da sich der Ort auf 222 m über dem Meeresspiegel liegt, trägt der Ort Buje schon eh und je den Spitznamen „istrischer Wächter“. Dieser und umliegende Hügel wurden schon in der Bronzezeit besiedelt. Das Gebiet ist ebenfalls bekannt für den Anbau und die Herstellung von erstklassigen, autochthonen Oliven- und Weinsorten. Žminj![]() Ein stiller, ländlicher Ort in dem sich die Klimaeinflüsse des mediterranen und kontinentalen Istriens zusammenstoßen. Žminj ist nur 25 Kilometer von Rovinj entfernt und ist jeden Sommer Ende August traditioneller Gastgeber des berühmtesten Volksfestes in Istrien, der lebendigen „Bartulja“. |
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