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Umgebung von Rovinj

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„Goldenes Kap“ und österreichisch-ungarische Monarchie

„Goldenes Kap“ und österreichisch-ungarische Monarchie

Stellen Sie sich vor: eine Verschmelzung der Alpen und des Mittelmeerraums, der Alpenkiefer, der Eiche und des Meeres, eines großen Waldparks, der dank der umweltbewussten österreichischen Tradition des Gartenanbaus am Anfang des 20.Jahrhunderts entstanden ist.

Die österreichische Grafenfamilie Hutterott war der Eigentümer der heute vielleicht bedeutendsten Parkfläche an der Adriaküste. Neben über eintausend nationalen Pflanzensorten wurden in diesem sonderbaren jahrhundertealten Wald auch fremde Sorten wie die Eiche, Pinie und Zypresse gepflanzt. Der Waldpark „Goldenes Kap“ oder auf italienisch „Punta corrente“ ist sowohl im Wald selbst, als auch direkt am Meer von perfekt eingerichteten Gehwegen umgeben. In diesem Wald gibt es auch einen kleineren Steinbruch, wo heute Sportkletterer trainieren.

„Palud“ und Vögel

Ornithologisches Reservat Palud

Der Reichtum nicht alltäglicher Flora und Fauna hört nicht mit der Geschichte über das „Goldene Kap“ auf.

Acht Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum befindet sich in einer Bucht zurückgezogen „Palud“, das erste und einzige spezielle ornithologische Reservat in Istrien. Auch wenn dieser Ort auf den ersten Blick leblos wirkt, so ist dieses Moor laut Ornithologen das Zuhause für mehr als 200 Vogelsorten, von autochthonen Fasanen und Wachteln bis hin zu Wildgänsen, Tauchern, Spechten und zahlreichen anderen Sorten. Im Norden des Moorgebietes befindet sich ein wahrer Urwald mit riesengroßen Weiden. 

Unterwasserwelt und „Baron Gautsch“

Freizeittaucher, größere Unterwasser-Enthusiasten, professionelle Taucher und Anfänger werden hier auf ihre Kosten kommen. Freizeitsportler und Anfänger wegen der vorhandenen professionellen Tauchschulen, die jedes Jahr neue Neugierige schulen, und die anderen wegen des großen Angebots an Attraktionen unter Wasser.

Baron Gautsch

Es wird angenommen, dass Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus im Raum, in dem sich heute Rovinj erstreckt, eine echte Stadt namens Cissa im Meer versunken ist. Cissa war anscheinend eine wahre  Stadtperle dieses Zeitraums mit allen Inhalten eines organisierten Stadtlebens. Lokale Fischer sagen, dass man, wenn das Meer klar ist, in den Tiefen die Mauern der versunkenen Stadt erkennen kann. Zahlreiche Rovinjer Inselchen und Klippen sind vielleicht nur kleine Bestandteile einer vor langer Zeit zerbrochenen Ganzheit.

Unmittelbar vor dem Auseinanderfall der österreichisch-ungarischen Monarchie, die in diesem Gebiet ein ganzes Jahrhundert lang herrschte, fast zeitgleich mit dem Beginn der Schlachten des Ersten Weltkriegs geschah Schlimmes. Der Stolz der Imperialflotte, ihr „Glamour“ zu Wasser, der bekannte „Barun Gautsch“ stieß am 13. August 1914. ca. neun Meilen vom Rovinjer Hafen entfernt auf eine Vielzahl von Wassermienen, die von der Armee des Kaiserreichs selbst gelegt worden waren. Heute ist das Schiff eine unausweichliche Unterwasserattraktion für neugierige Taucher, die es bewundern wie es schon einst von Menschen bewundert wurde.

Veštar und archäologische Fundstätten

Spuren der Antike sind in der Gemeinde Rovinj sind sehr stark an zahlreichen rustikalen Villen und sakralen Objekten zu erkennen. Interessant sind vor allem die spätantike Siedlung Veštar mit dem Objekt „Torre Borasso“ oder „Borasso-Turm“ sowie eine Vielzahl von antiken Hinterlassenschaften wie Mosaike, Keramik, Geld und Mauernruinen, von denen dieses heute attraktive, touristische Gebiet umgeben war.

Ökomuseum „Haus der Batana“ und „Heimatmuseum“

www.batana.org

Ökomuseum „Haus der Batana“ und „Heimatmuseum“

Das „Heimatmuseum“, das sowohl als Stadtgalerie als auch als Dauerausstellung dient, ist eigentlich ein umrenovierter Barockpalast der Grafenfamilie Califfi aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Die Batana stellt über mehrere Jahrhunderte hinweg den Stolz von Fischern, das Werkzeug zum Überleben, ein gewöhnliches Beförderungsmittel, eine touristische Attraktion oder nur das Talent einfallsreicher Bauhände vor.

Dies alles beschreibt die Batana, das abgenutzte, kleine Fischerboot ohne Segel mit einmaligem Aussehen und einmaliger Herstellungsmethode. Ihr ist auch das neu eröffnete Ökomuseum „Haus der Batana“ gewidmet, welches durch seinem modernen Zugang an dieses autochthone Thema fasziniert.

„Institut Ruđer Bošković“ und Aquarium

„Institut Ruđer Bošković“ und Aquarium

Das Forschungsinstitut für Meeresbiologie „Ruđer Bošković“ ist ein hundertjähriges wissenschaftliche Institution in Rovinj von nationaler und internationaler Bedeutung.

Sein exotisches, visuell erfrischendes Aquarium mit reichem Fundus,  buntem Leben unter Wasser ist jeden Tag für Besucher geöffnet.

Inseln

Inseln - Rovinj

Wie zuvor schon betont ist die Rovinjer Meereswelt für Segler eine echte Schatzkammer. Es besteht aus ca. vierzig Inseln und Inselchen, von denen nur zwei bewohnt sind und eine lange Tradition mit vielfältigem touristischem Angebot pflegen.

Dies sind die „Insel der hl. Katharina“ und die berühmteste und größte „Rote Insel“. Zu den anderen bedeutenden Inseln, die man sehen muss, gehören die unter Rovinjern beliebten Inseln des hl. Johannes und hl. Andreas, Banjole, Figarola, Insel der zwei Schwestern, Eselinsel... In Hinsicht auf die Inseln des Rovinjer Archipels ist zu erwähnen, dass sie neben unalltäglicher Schönheit und Nähe zueinander auch mit wertvollen kulturhistorischen Bauten, Unterwasser-Attraktionen sowie autochthoner mediterraner Vegetation faszinieren.

Lim Fjord

Lim Fjord

Eine der schönsten Buchten an der Adria ist außer als beliebte touristische Attraktion mit der besonderen „Romualdo Höhle“ auch für ihre traditionelle Muschelfarm, für beliebte Meeresfrüchte bekannt, was am meisten der Sauberkeit des Meeres zu verdanken ist. Ihre steilen Klippen, auf denen üppige, mediterrane Vegetation wächst, sind ein Naturdenkmal der einst hydrografischen Beziehungen und Evolution im Gebiet Istriens.

Kanfanar und Bale

Bale

Zwanzig Minuten gemütliche Autofahrt entfernt von Rovinj in Richtung Norden der gleichnamigen Gemeinde stoßen Sie auf eine kleine, suggestive Ortschaft namens Kanfanar.

In ihrer unmittelbaren Nähe erwartet Sie eine Überraschung. Die Rede ist vom Mittelalter. Der Name lautet Dvigrad und genießt den Status einer sehr wertvollen Ruine aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, die über eine stürmische Zeit zeugt, als in diesem Teil Istriens die Pest verbreitet war.

In Richtung Süden der Rovinjer Gemeinde kommen Sie nach Bale, eine kleine ländliche Ortschaft mit wertvollen kulturhistorischen und archäologischen Entdeckungen. Bale hatte einst, vor langer, langer Zeit, die Rolle einer römischen Festung. Darüber zeugen dokumentierte Schriften, Geldstücke aus Bronze, Gebäuderuinen und andere Hinterlassenschaften. Entlang der Baler Küste liegen auf dem Gebiet des heutigen touristischen „Porto Colone“ zahlreiche Überbleibsel von Dinosauriern und anderen urgeschichtlichen Tieren. An diesem Ort ist in Kürze geplant, ein einmaliges paläontologisches Museum mit Park einzurichten.

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